Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben


Ein Theaterstück von Franz von Kobell in einer Novelle in 6 Bildern von Kurt Wilhelm 

 

Der Kasper Brandner, ein rüstiger Vierundsiebzigjähriger, lebt als Schlosser, Büchsenmacher und Jagdgehilfe am Tegernsee. Seine Frau Traudl ist bereits verstorben, seine beiden Söhne dienen als Soldaten in einem bayerischen Artillerieregiment. An einem Abend erscheint bei ihm der Boandlkramer (der Tod) und will ihn mit sich nehmen. Nach vielen vergeblichen Ausflüchten gelingt es dem Brandner, den Boanlkramer mit Kerschgeist betrunken zu machen und ihm beim Kartenspiel die Zusage abzugaunern, ihn erst mit 90 Jahren zu holen.

Einige Jahre später jedoch verunglückt eine Sennerin aus der Nachbarschaft des Brandner Kasper, kommt in den Himmel, und ihre Einlassungen führen dort zur Aufdeckung des illegalen Handels. Auf Befehl des Hl. Petrus (von Kobell der Portner genannt) begibt sich der Boanlkramer wieder an den Tegernsee, um den längst Überfälligen endlich abzuholen. Der Brandner Kasper hat inzwischen sehr unter den schlechten Zeiten gelitten, seine Söhne sind in der Schlacht am Berg Isel gefallen. Dennoch will er dem Tod nicht folgen. Er lässt sich nur dazu überreden, einmal einen kurzen Blick ins Paradies zu werfen.

Oben angekommen, wird er vom Portner zu seinen Söhnen, seiner Frau und anderen Verwandten geführt. Die Freude über das Wiedersehen und das Erstaunen über die Herrlichkeit des Paradieses sind so groß, dass er beschließt, einfach „oben“ zu bleiben.

 

Inszenierung: Hubert Holzner

Bühnenbild: Tom Winter

Musik: Hans Hinterholzer und Franz Kapfhammer


Darsteller

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